tentativism

The kids are sick again, nothing to look forward to.

Tag: die ZEIT

Woman, Woman

(Holly:) Puh, eigentlich sollte an dieser Stelle eine „Es muss nicht immer Feist Sein“-Playlist mit feinsinniger entspannter Musik vorgestellt werden. Diese wurde dann, bevor der Text überhaupt geschrieben werden konnte, traurigerweise zur Terry Callier-Gedächtnis-Playlist. Doch dazu später mehr.

Holly hat wieder Zeit für die ZEIT! Spannende Themen diese Woche: Hausfrauen (Titel) und Schönheitswahn (Dossier)! Nachdem sich letzte Woche das ZEIT-Magazin schon mit einem empfehlenswerten Beitrag über Pädophilie hervorgetan hat (zudem man lieber nicht die Kommentare auf der ZEIT-Magazin-Facebook-Seite lesen sollte, es sei denn man plant just einen Amoklauf oder sonstige Anschläge aller Art), diese Woche also mehrere Beiträge zum gefährlichen Lebensmodell Hausfrau. Julia Friedrichs dokumentiert die Lebensrealität von (Haus)frauen in Zahlen: „70 Prozent der Niedriglöhner sind Frauen. 97 Prozent der Vorstandschefs der börsennotierten Unternehmen sind Männer. 90 Prozent der Alleinerziehenden sind Frauen, jede Dritte ist arm, hat also weniger als 1015 Euro im Monat, um sich und ein Kind zu versorgen. Das verfügbare Durchschnittseinkommen von Vätern dagegen steigt nach einer Trennung.“

Prima, dass die Koalition sich letzte Nacht so viele Gedanken gemacht, wie mit dieser Situation adäquat umzugehen ist! Im Hauptteil der ZEIT lobt dann Frau Rückert das Modell Hausfrau als Lebensmodell, welches sich gegen ein neoliberales Rattenrennen richte –  und glorifiziert die mächtige Position der Hausfrau in der vorindustriellen Gesellschaft. Ein paar Seiten später heißt es im Dossier: „Für eine Umfrage der Frauenzeitschrift Petra wurden im vergangenen Jahr 1000 Frauen gefragt, ob sie zehn Punkte ihres Intelligenzquotienten opfern würden, wenn sie dafür einen Schönheitsmakel ausgleichen könnten. Fast drei Viertel der Frauen antworteten mit Ja.“

Das alles ist ganz schön kompliziert. Das Hausfrauen-Modell als Gegenentwurf zum spätkapitalistischen Konkurrenzkampf zu erheben, kommt mir perfide vor. Sabine Rückert ist übrigens neuerdings stellvertretende Chefredakteurin der ZEIT – Pro-Quote.de feiert das als Erfolg und sieht sich dafür deutlicher Kritik aus den eigenen Reihen ausgesetzt. Zu Recht? Es wird immer komplizierter. Ich hätte so gerne noch 10 IQ-Punkte mehr, dann könnte ich zu alldem vielleicht etwas Konstruktives beitragen. Im Moment bin ich einfach nur verwirrt, ich kann mich einfach nicht entscheiden, was an mir makellos genug ist, um es gegen mehr Intelligenz einzutauschen…

Also mache ich mich lieber an den Text zur Playlist: als zum Thema passenden Vorgeschmack empfehle ich Johnny Bristol: Woman, Woman

Gelungene Covers #2: John Frusciante

(Holly.) Luc hat endlich die Kategorie „gelungene Cover-Versionen“ eröffnet, das reißt auch mich aus meiner Schreibstarre! Wobei die Schreibstarre vor allem einem besonders hartnäckigen Broterwerbs-Projekt geschuldet ist. Ebenjenes Projekt kostet mich derzeit beträchtlich Nerven und Aufmerksamkeit, und zwar in dem Maße, dass ich seit einigen Tagen nur noch einen nicht weiter namentlich zu nennenden Radiosender ertrage, der garantiert keine nach 1989 aufgenommene Note sendet, jedoch seine Heavy Rotation durchaus auch mit weiter zurückliegenden Jahrzehnten befüllt (ich rede nicht von Klassik-Radio). Klingt grenzwertig, aber der Zweck heiligt momentan die musikalischen Mittel, und „Why Can’t this be Love“, „Life is for Living“ und „Wuthering Heights“ sind da auf wundersame Weise zuträglich.

Zwischendurch läuft auch mal Cat Stevens und das erinnert mich an eine frühe romantische Phase meiner Jugend, als ich meinen ersten Liebeskummer in „Nights in White Satin“ aufweichte und „Morning has broken“ und „Killing me softly“ zum Pflichtrepertoire im Musikunterricht gehörten. Zurück zu Cat Stevens, wegen meiner Jugend kann ich den jetzt nicht mehr unbeschwert genießen, aber mir fällt auf, dass mir seine Stimme doch irgendwie gefällt, ja vielleicht sogar ein wenig fehlt, ab und zu. Und damit bin ich bei meiner gelungenen Cover-Version, wenngleich sie als Live-Darbietung ein bisschen aus der Kategorie fällt. Im Jahr 2007 singt der dieses-Mal-wohl-für-immer-Ex-Red Hot Chili Peppers-Gitarrist John Frusciante eine Solo-Version von Cat Stevens „How Can I Tell You“. Wäre da nicht das eher zeitgemäße Konzertgejohle im Vordergrund der Youtube-Aufnahme, man würde schwören, es wäre Mr. Stevens selbst, der da singt. Und nicht nur das, der Auftritt gehört mit zum Herrzerreißendsten, was ich je auf Youtube finden konnte. Jemand schrieb mal treffenderweise zu einem der ersten von Johns Solo-Konzerten, Frusciante auf der Bühne erinnere an einen Welpen, der sich vor Aufregung selbst anpinkelt.

Vermutlich fehlt mir nicht Cat Stevens Stimme, sondern John Frusciante, der für alles steht, was je gut war an RHCP (abzüglich dem Part, für den Rick Rubin verantwortlich war). Ein Genie, ein Musikverrückter, eine für diese Welt vermutlich viel zu empfindsame Seele. Die Schmerzintensität und Melancholie in Frusciantes Musik erinnern zwar an Elliott Smith, dennoch ist da immer auch dieser Lebens- und Liebeshunger und die positive Kraft, die Californication zu einem der beeindruckendsten Alben der neunziger Jahre gemacht haben. Ich bin zu zwei RHCP-Konzerten gegangen, weil ich die Momente des improvisierten Zusammenspiels von Flea und John Fruciante geliebt habe, glücklicherweise gehörte zu diesen beiden Konzerten auch das Hamburger von 2003, bei dem Michael Rother später auf die Bühne kam. Leider war ich damals noch ein wenig zu jung, um die Bedeutung dieser Zusammenkunft tatsächlich wertschätzen zu können.

Frusciantes Ausstieg aus der Band, die zunehmend keine Band mehr war, sondern ein Showzirkus, war konsequent. Auf dem letzten RHCP-Album scheint, wie sogar die ZEIT schrieb, etwas zu fehlen „dort, wo die Musik ihre Seele haben sollte“. Frusciante hat sich selbst durch seinen Buddy Josh Klinghoffer ersetzt, der seine Sache sicher gut macht. Er selbst macht inzwischen Elektro und nimmt Alben mit RZA auf – und das scheint nur eine weitere logische Konsequenz seiner allumfassenden, existentiellen Liebe zur Musik zu sein.

Frank-Walter, Paule und die Künstler

Die ZEIT veröffentlichte am Donnerstag ein Pamphlet von Frank-Walter Steinmeier und Paul van Dyk. Sie machen sich Sorgen um die Künstler: „Wer Kultur macht, hat das Recht auf eine angemessene Vergütung“. Ein Fall für den guten alten Gesellschaftsvertrag, denn „Kulturschaffende müssen auch insgesamt besser abgesichert werden, vor allem was die häufig prekären Lebensumstände betrifft“.

Zufälligerweise fiel uns passend dazu im Musikzimmer ein Statement des geschätzten General Boy von 1978 in die Hände:

The XX: Rückzugsgefechte

(Luc) Als THE XX heiß waren, also im Herbst 2009, kam ich gerade nach England. Ich sollte ein paar Monate im Nordwesten arbeiten. Ich hatte weder ein Büro noch eine Wohnung in Aussicht, mietete mich also in einem B&B an der Küste ein und verbrachte die ersten Tage mit der Wohnungssuche. Und abends lag ich in meinem 6qm-Zimmer, schaute auf die flache See oder auf den Fernseher. Irgendwann lief „Later… with Jools Holland“, eine der feinsten Orte für Livedarbietungen guter Musik (Großartig z.B. der PRIMAL SCREAM-Auftritt mit „Swastika Eyes“!). Ich freute mich auf heiße britische Popmusik aber dort spielte nur THE XX.

Ich weiß, viele werden jetzt denken: „Wie toll, so stimmungsvoll! Ganz alleine mit dem Meer und dieser tollen Musik!“. Weil, THE XX ist ja so schön heimelig und kuschelig. Das wurde gerade nochmal im SPIEGEL bestätigt. Mit THE XX will man unter einer Decke sein, alleine sein, intim sein. Hach ja, schön muckelig. Der perfekte Soundtrack zum Bio-Coccooning der neuen Jungspießer. Und das jetzt sogar mit Indie-Coolness-Siegel! Wenn es ein Qualitätsmerkmal für Popmusik sein soll, klanggewordene Norwegersocken zu sein, dann ist in den letzten Jahren einiges falsch gelaufen. Statt der Möglichkeit, ein besseres Leben zu haben oder zumindest ein anderer Mensch sein zu können (die Essenz des 80er-Hedonismus), dient Musik jetzt scheinbar nur noch zum Einrichten im mehr schlecht als rechtem Jetzt. Es stimmt aber: THE XX sind die ideale Musik für Huscherchen der Generation Praktikum (oder wo sie sich jetzt gerade rumtreiben), die eh‘ schon ständig darüber klagen, wie schwer sie es haben.

Die musikalische Entsprechung: schlimmstenfalls belangloses Café-Gedudel, bestenfalls ein unglaublich farb- und einfallsloses Geklampfe. Zur kammermusikalischen „Reduktion“ (so der Spiegel-Rezensent) gesellt sich eine gesangliche, insbesondere bei Oliver Sim, der stets in einer Tonlage rumnölt, dabei aber in seiner Angestrengtheit, möglichst „intensiv“ zu singen, unglaublich verklemmt klingt (Madley Croft gehört mit gutem Willen noch in die Kategorie FEIST, deren Gekrächze ja durchaus Charme hat). Dass FLORENCE & THE MACHINE sich an dem Club-Klassiker „You Got the Love“ vergriffen hat, ist schon ein Affront für Candi Staton. Der Remix von THE XX allerdings ist eine Demütigung. Hier soll ein Exempel statuiert werden: Gegen Leidenschaft und Lebensenergie, für Lethargie und Zynismus.

Die neue Platte „Coexist“ klingt genauso wie der Erstling. Warum sollte man auch das Rezept ändern? Wir sind gespannt, ob bei der dritten oder vierten Platte dann von den heute noch wohlwollenden Kritikern „fehlende Innovation“ beklagt wird. Immerhin: auf „Reunion“ hört man Steeldrums.

Nachtrag: Wie gestern in der ZEIT bekannt wurde, teilt nicht nur der SPIEGEL die Begeisterung für die spiessigen Kammermusikanten aus England. Hier noch viel schlimmer: Eine Popband wird dafür gelobt, dass sie mit ihren Eltern dicke ist. Soviel Verblendung kann nur in bürgerlichen Kreisen existieren, in denen ja die „Aussöhnung mit der Elterngeneration“ eine Hauptbeschäftigung ab 30 ist. Entsprechend werden THE XX als Erfolgsprodukte einer guten frühkindlichen Musikerziehung (…“auf orffschen Instrumenten herumgeklöppelt“) präsentiert. In einem aber unterscheidet sich die ZEIT vom SPIEGEL: während der SPIEGEL mit THE XX heimelig unter die Decke kriechen will – wo irgendwann die Luft dünn wird -, will die ZEIT durch THE XX „in einer immer enger werdenden Welt freier Atmen“. Ich sags ja: Musik für jammernde Huscherchen.

Wieso Thomas Gross allerdings stets den Kontrast zur mackerhaften Rockerpose herstellt, ist schleierhaft: THE XX sind von Rock so weit entfernt, man könnte diese „Verweigerung“ genausogut bei APHEX TWIN hervorheben. Überhaupt existiert diese Attitüde schon seit Punk (Also seit 30 Jahren) nur noch in der karikierten (THE DARKNESS) oder reaktionären (NICKELBACK, KID ROCK) Form. Das ist nun wirklich ein „Easy Target“, um eine Andersartigkeit zu begründen, die in der Musik und der Rezeption von THE XX nicht enthalten zu sein scheint.

Die Entdeckung des Elementarteilchens: Über Sommerlöcher, Studenten und Literatur

(Holly): Studenten sind so einfach rumzukriegen. Eine besonders erfolgreiche Strategie der Kundengewinnung ist für viele Unternehmen deshalb, mithilfe vergleichsweise günstiger, für Studenten aber attraktiver Prämien (iPods, Bargeld, Trolleysets), Konto-/Versicherungs-/Abonnementverträge mit Studenten abzuschliessen. Besonders perfide ist die Strategie von Nachrichtenmagazinen oder Tages- und Wochenzeitungen. Studenten sehen sich selbst als potentiell intellektuell und kritisch, deshalb BRAUCHEN sie das Spiegel/Süddeutsche/Zeit/taz-Abo WIRKLICH (und es kostet weniger als die Hälfte des Normalpreises, plus LKW-Planentasche als Prämie). Ich habe das Zeit-Abo abgeschlossen (immerhin: das Bergmann-Radio steht bei Luc in der Küche [kriegt aber nur Deutschlandfunk rein. Wahrscheinlich von der ZEIT so ausgeliefert, Luc]). Warum ist diese Studenten-als-Kunden-Nummer so erfolgreich? Weil Studenten nach ihrem Studium immer noch eher als Nicht-Studenten gut auf dem Arbeitsmarkt einsteigen. Man braucht kein Berater-Gehalt um trotzdem soviel Geld zu haben, dass der Leidensdruck durch den Nicht-Mehr-Studentenpreis für das Abo nicht zu groß wird (immerhin: mein auf-einmal-kostenpflichtiges Konto bei der Sparkasse habe ich gekündigt). Die Geschichte mit der Pfadabhängigkeit ist nicht so banal wie sie klingt (es wurden schon Nobelpreise dafür vergeben). Ich bin also seit mehreren Jahren Vollzahler der ZEIT und pflege meine Hassliebe mittlerweise ganz liebevoll. Immerhin habe ich so ein Ventil für ab und an ja auch mal anfallende negative Energien.

Ich schweife ab: es ist Sommer, und das heisst für Medien und Politik: Sommerloch. Da kommen die schönsten Sachen durch die Druckerpressen. Die Zeit-Feuilleton-Schreiber wollten vermutlich dieses Jahr alle ganz weit weg und das ganz lange, und deshalb sind sie auf eine prima Idee gekommen: wir machen einfach den 734. Literaturkanon des 20. Jahrhunderts, das kann man prima vorschreiben oder haben wir eh in der Schublade. Dann brauchen wir nur noch einen kleinen in-was-für-einer-Gesellschaft-leben-wir eigentlich-Streit unter medienaffinen Soziologen anzuzetteln (die betreffende Professorenschaft ist eitel genug, fleissig Gastbeiträge zu liefern) – den Rest erledigt die Praktikantenschaft, ab in den Urlaub!

Ich muss es zugeben, so ganz kalt lässt mich diese Kanon-Geschichte nicht. Ich muss dann aber doch schnell feststellen, dass ich offensichtlich die ein oder andere Bildungslücke (nach Zeit-Feuilleton-Definition) aufweise. Sei’s drum. In der gefühlten 27. Folge dann aber doch: doppelter Treffer! „Die Entdeckung des Himmels“ und „Elementarteilchen“. Beides gelesen (natürlich während des Grundstudiums). Ich lese erst die Mulisch-Rezension. Mir hat das Buch damals eigentlich gut gefallen, die ganze göttliche Geschichte und die zuweilen überambitionierte tour d’horizon durch die bildungsbürgertümliche Menscheitsgeschichte war zwar schon zwischendurch langweilig, aber dennoch erinnere ich mich, dass mich das Buch über einige schlechte Tage hinweggerettet hat, und das ist manchmal schon mehr als eine ganze Menge anderer Bücher können. In Erinnerung geblieben ist mir ein Satz: „Darf Onno bitte draussen mit mir spielen, Frau Hartmann“? Der hat mir gefallen, weil er eben die lakonische, aber innige Freundschaft von Max und Onno spiegelt. Nun aber zu der Rezension: Jürg Laederach schreibt: „Bei Harry Mulisch bleibt offen, ob der Autor oder Gott erzählt“. Naja. Weiterhin kommen einige feuilletoneske Floskeln und Grundbegriffe: „die Regale der Theodizee“, der „Tutti-Roman“, das „mephistophelische“, die „Mulischsche Kombinatorik“. Literaturrezensenten-Dienst-nach-Vorschrift halt. Ist vielleicht die Urlaubsreife.

Auf der nächsten Seite nun die „Elementarteilen“-Kritik. Clemens Setz schreibt, er habe das Buch im Alter von 17 gelesen und es sei das tröstlichste Buch gewesen, dass ihm je untergekommen war. Erst nach der Lektüre habe er wahrgenommen, dass der Roman in vielen Kritiken als bitterböse, kalt, sexistisch und zynisch eingeschätzt wurde. Das fand auch ich bei meiner Lektüre. Ich war sauer, über den erbärmlich wichsenden Bruno, über die Beschreibungen von mordenden Sekten-Orgien und überhaupt: ich war ein Mädchen vom Lande und ich glaubte an „Liebe, Wärme, Intimität und Akzeptanz“, die ,wie Setz schreibt, in der Weltliteratur doch immer die Trostinstanzen gewesen seien. Wie konnte nun der 17jährige Clemens Setz Trost finden in Houellebecqs Masterpiece? Setz zitiert aus dem Buch: „…er litt vermutlich darunter, aber das ist schwer zu sagen, denn er sprach tatsächlich immer seltener. Er errichtete kleine Altäre aus Kieselsteinen, Zweigen und Krebspanzer; dann fotografierte er sie in flach einfallendem Licht“. Dazu schreibt Setz: „In Bildern wie diesem wollte ich mich am liebsten einrollen und friedlich einschlafen“. Ich begann zu verstehen.

Beim Lesen dieser Rezension bleibt ein so ganz anderer Eindruck zurück, als beim Lesen der Mulisch-Kritik. Warum? Vielleicht weil Clemens Setz und ich ungefähr gleich alt sind, vielleicht aber auch eher, weil Setz sich nicht scheut, sehr persönlich zu werden. Er versteckt sich nicht hinter Floskeln, er legt sich offen, und kommt doch nicht vom Thema ab: der Besprechung eines nicht ganz unwichtigen Romans.